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UNSAUBERKEIT BEI KATZEN : MARKIEREN UND URINIEREN

 

Das Pinkelproblem betrifft viele Katzenhalter, häufig Mehrkatzenhaushalte. Die Ursachen sind oft nicht leicht zu erkennen. Ohne sie zu erkennen ist es aber schwierig das Problem in den Griff zu bekommen.

 

Markieren“ ist das gezielte Kennzeichnen mit Urin an für die Katze wichtigen Stellen, um andere Katzen von ihrer Präsenz zu informieren oder um ihr Revier zu kennzeichnen und ist typisch für Kater, wenn sie geschlechtsreif werden. Allerdings markieren oft auch kastrierte Tiere, männliche Tiere genauso wie weibliche! Unterschiede zwischen „Hinpinkeln“ und „Markieren“ beziehen sich nur auf die abgegebene Urinmenge, und auf die vertikale oder horizontale Platzierung. Ursachen und Beseitigungsmaßnahmen sind aber in beiden Fällen kaum zu unterscheiden, sofern es sich um kastrierte Tiere handelt.

 

URSACHEN FINDEN

 

Als erstes müssen immer mögliche gesundheitliche Ursachen abgeklärt werden. Dazu zählen z.B. Schmerzen beim Harnlassen, die wiederum unterschiedliche Ursachen haben können, wie z.B. Harnwegsentzündungen bis hin zu Harnsteinen, Nierenerkrankungen, etc…..

 

Wenn gesundheitlich alles in Ordnung ist, kann die nachfolgende Checkliste zur Ursachenfindung hilfreich sein:

 

1. und häufigste Ursache: KATZENKLO

 

  • Feinsandige, geruchsneutrale Streu haben Katzen am liebsten. Leider staubt feine Streu (Bentonit-Streu) meistens stark. Das ist nicht nur für die Katzen auf Dauer gesundheitlich (für die Lungen beim Einatmen) nicht gut, es ist auch für uns Menschen lästig, weil alles ständig verstaubt ist in der Umgebung wo Katzenklos stehen. Es gibt aber schon sehr gute, fast staubfreie und geruchsbindende Streu (im Fachgeschäft und im Internet leicht zu finden). Die ist zwar teurer, aber man braucht davon auch nicht so viel, weil man die gesamte Streu nicht auswechseln muss, nur nachfüllen. Es sollte immer mindestens 8 -10 cm hoch Streu eingefüllt sein, sonst tut sich die Katze schwer, ihr Geschäft (besonders das große Geschäft!) zu vergraben. Verzichten Sie auf Katzenstreu mit Duft (z.B. Babypuderduft), das finden nur wir Menschen angenehm, Katzen finden das übelriechend! Geruchsbindende Streu riecht neutral, sie gibt nur nach Aufnahme des Urins und Kots den Geruch nicht (oder fast nicht) ab.
  • Manche Katzen mögen Haubenklos nicht und viele mögen die schwenkbaren Ein- und Ausstiegsklappen nicht. Der Grund ist meistens, dass es „unter der Haube“ stinkt, auch geruchsbindende Streu beginnt bald mal zu stinken, wenn das Katzenklo nicht ausreichend belüftet wird. Diese Klappen lassen sich leicht abmontieren. Dafür besser qualitativ gute Streu verwenden. (Übrigens ist der Kotgeruch sehr fütterungsabhängig! Je besser verdaulich das Futter, umso geringer die Kotmenge und umso weniger riecht der Kot)
  • Berücksichtigen Sie auch die Klogröße! Ein Katzenklo, das in der Diagonale mindestens 1,5 mal so lang ist wie die Katze, die es benützt, ist ein guter Maßstab für die Katzenklo-Mindestgröße. Je größer, desto besser. Auch bei offenen Klos kann man diesen Rahmen, der immer drauf ist, getrost weglassen, er verkleinert nur den Aktionsbereich für die Katze und verhindert überhaupt nicht, dass man im Bereich des Klos trotzdem häufig kehren muss.
  • zu wenig Katzenklos im Haushalt! Als Faustregel: mindestens 1-2 Klos mehr als Katzen im Haushalt leben, an allen strategisch wichtigen Stellen, sodass immer für alle Tiere und jederzeit ein Klo leicht erreichbar ist.
  • Klostandort strategisch wählen! Die Kisterl sollten etwas im Abseits stehen, wenn wir ständig daran vorbei gehen müssen, fühlt sich die Katze gestört und verrichtet ihre Notdurft dann lieber woanders. Trotzdem möchte die Katze auch auf dem Klo gerne den Überblick bewahren und nicht in einem Zimmereck unter der „Klohaube“ verschwinden müssen um ihr Geschäft zu erledigen. Es entspricht einfach dem Instinkt der Katze, herannahende Feinde schnellstmöglich zu sehen und jederzeit fluchtbereit zu sein. Und das ist unter der Plastikhaube nun mal nicht möglich.

 

Um herauszufinden welche Art von Klo den Herrschaften am liebsten ist, verwendet man am besten unterschiedliche Streu und unterschiedliche Katzenklos, solche mit Haube (aber besser ohne Klappe), niedrige, wannenartige Klos mit Rahmen oder ohne Rahmen zum bequemen Einsteigen für ältere Semester. Man erkennt dann recht bald, was bevorzugt wird.

 

2. Ursache Beziehung Katze – Mensch

 

Ist jemand in den Haushalt neu eingezogen oder ausgezogen? Katzen können sehr eifersüchtig werden! Beziehen Sie die Katzen in die neue Familienstruktur mit ein! Mehr Aufmerksamkeit und langsame, rücksichtsvolle Annäherung des neuen menschlichen Mitbewohners können schon helfen. (z.B. schätzt es die Katze gar nicht, wenn der neue Mitbewohner sie gleich mal von ihrem Lieblingsplatz verscheucht, weil er selber dort sitzen möchte!) Der neue Mitbewohner kann z.B. auch immer wieder mal Leckerlis anbieten, um sich damit positiv zu präsentieren.

 

Bei scheuen und misstrauischen Katzen hilft es am besten, die Katze mehr oder weniger zu ignorieren, wenn sie auf zarte Annährungsversuche abweisend reagiert! Nach und nach nähert die Katze dann schon selber, denn Katzen sind ja von Natur aus neugierig.

 

Gab´s Familienzuwachs? Es spricht nichts dagegen, Katzen unter Aufsicht in die Nähe des Babys zu lassen. Dieses „Dazugehörigkeitsgefühl“ macht es der Katze leichter, sich auf neue Mitbewohner einzustellen. Änderungen im familiären Bereich können die Tiere verunsichern und das quittieren die Katzen häufig mit Unsauberkeit.

 

Aufmerksamkeitsdefizit durch Familienzuwachs macht ganz schön eifersüchtig! Katzen sind hochsensible Tiere, die auch sehr schnell merken, wenn es Spannungen gibt und reagieren auf Streit zwischen Menschen ebenfalls mit Stress.

Schenken Sie Ihrer Katze / Ihren Katzen vermehrte Aufmerksamkeit, lassen Sie die Türen innerhalb der Wohnung soweit es möglich ist, offen, damit die Katzen sich in ruhigere, nicht ständig benützte Räume aus dem Spannungsfeld zurückziehen können. Auch häufiges gemeinsames Kuscheln auf der Couch, oder im Bett baut Stress ab, die Katzen fühlen sich dann sicherer. Versuchen Sie gleichzeitig, soweit es irgendwie möglich ist, den gewohnten Tagesablauf für die Katzen beizubehalten. Katzen sind Gewohnheitstiere (wie wir Menschen ja auch J !) und werden durch Änderungen in ihrem Tagesablauf sehr verunsichert.

 

 

3. Ursache Beziehung Katzen – Katzen

 

Neue Katze im Haushalt? – langsam aneinander gewöhnen lassen! Bitte nicht erwarten, dass die beiden sofort gute Freunde sind! Wenn es so ist, ist das natürlich super, aber man kann das nicht herbeizwingen! Es reicht auch mal, wenn die Katzen sich gegenseitig akzeptieren. Nach Monaten, oder vielleicht erst nach Jahren können die beiden ja trotzdem noch zu Freunden werden. Leider geben wir Menschen den Tieren gar nicht viel Zeit, sich langsam kennen zu lernen und im eigenen Tempo anzunähern. Bei den ersten Problemen wird oft die neue Katze gleich wieder abgegeben. Wenn eine neue Katze in den Haushalt zu einer bereits alteingesessenen Katze einzieht, öffnen Sie nicht einfach den Transportkorb um die „Neue“ der „Alten“ so richtig vor die Nase zu setzen! Da beginnt man gleich mal mit schlechten Karten. Wir möchten auch nicht von fremden Menschen in unseren Privaträumen überrascht werden und dann noch gezwungen sein, lebenslange Freundschaft mit ihm zu schließen! Kein Wunder, wenn dann die „Alte“ oder die „Neue“ ihre Abneigung per Pinkeln äußert!

 

Am häufigsten tritt das Pinkelproblem in Mehrkatzenhaushalten auf, wenn ein neues Tier zu einer schon strukturierten Katzengruppe kommt. Von einer Gruppe spricht man bereits ab 2 Katzen! Jedes Tier hat seinen Platz in der Gruppenhierarchie, der durch das Hinzukommen eines neuen Tieres plötzlich ins Wanken geraten kann, ebenso wenn eines der Tiere plötzlich nicht mehr da ist.

 

Entgegen der häufigen Meinung, dass dominante Katzen pinkeln, bzw. markieren - es ist meistens genau umgekehrt!! Und da unsere Tiere im Haushalt ja ohnedies kastriert sind (hoffentlich!), ist es ganz egal, ob es sich dabei um eine Kätzin oder einen Kater handelt. Die unsichere Katze versucht durch das Markieren ihren Artgenossen zu imponieren und ihren Platz im Gefüge zu erlangen oder zu behaupten, die selbstsichere Katze hat das gar nicht nötig! Die weiß ja, dass sie „Chef“ ist und lässt es durch ihr Verhalten auch die anderen wissen. Ordnen sich die anderen unter, ist die Gruppenhierarchie klar definiert, wozu sollte der / die Chef(in) dann in der Gegend herumpinkeln?

 

Wenn allerdings 2 Katzen den „Dominanzanspruch“ stellen und miteinander in Konkurrenz treten, kann das schon dazu führen, dass per Pinkeln „gestritten“ wird.

 

Als Katzenhalter können Sie in Beziehungskrisen Ihrer Katzen jedoch (wenn auch beschränkt) eingreifen:

 

  • Beobachten Sie, wie die Tiere sich zu einander verhalten. Schnell merkt man, wie intensiv per Körpersprache kommuniziert wird und wer sich mit wem gut oder nicht gut versteht.
  • Versuchen Sie entspannend einzugreifen und verteilen Sie Ihre Aufmerksamkeiten sehr gerecht. Schimpfen mit dem einen Tier und Hätscheln für das andere Tier wirkt sicher nicht entspannend. Menschliches Gerechtigkeitsempfinden ist für die Katzen nicht nachvollziehbar.
  • Sorgen Sie für genügend angenehme Kuschelplätze und (meist erhöhte!) Rückzugsmöglichkeiten für alle Katzen.
  • Nachts, oder wenn Sie tagsüber nicht anwesend sind, bringen Sie jeweils die Tiere gemeinsam in Räumen unter, die sich gut verstehen.
  • Die Katzengruppe auf beengtem Raum nicht zu groß werden lassen! Irgendwann ist das sonst nicht mehr händelbar. Die Katzen können ja nicht selbst entscheiden, ob sie in der Gruppe willkommen sind und ob sie bei dieser Gruppe überhaupt sein wollen. Auch das Einhalten einer Mindestdistanz zueinander, bei der Katzen sich gerade noch wohlfühlen, ist dann den Tieren nicht mehr möglich.


 

MASSNAHMEN SETZEN

 

Pinkelstellen unbedingt mehrmals gründlich reinigen, damit für die Katze keine Gerüche für weitere Wiederholungen einladend wirken! Das ist leichter gesagt, als getan! Es sind ja meistens immer wieder die gleichen Stellen, die bepinkelt werden. Aber oft übersieht man auch verunreinigte Stellen und der Urin wird ja von unterschiedlichen Materialien auch unterschiedlich aufgenommen. Holz ist beispielsweise sehr schwer zu reinigen; Glas, Metall, Stein- und Fliesenböden natürlich leichter. Reinigung ist am besten mit einem normalen, nicht stark duftendem Reinigungsmittel. Schmierseife eignet sich dazu sehr gut. Sie ist billig, Seifenlauge neutralisiert am besten den Urin und ist auf allen Materialien gut verträglich. Nach dem Trocken mit Desinfektionsmittel oder noch besser mit reinem Alkohol (aus der Drogerie) gründlich nachwischen. Machen Sie den Schnuppertest und überzeugen Sie sich mehrmals, dass wirklich nichts mehr riecht. Ansonsten wiederholen Sie die Reinigung mehrmals in den nächsten Tagen. Überziehen oder bedecken Sie die gereinigten Stellen täglich neu mit durchsichtiger Frischhaltefolie und sprühen feliway-Spray darauf, jedoch nach dem Motto: „weniger ist mehr“. Nur mit 1 – 2 Pumpstößen aus mindestens 20 cm Entfernung auf die gereinigten und abgedeckten Stellen sprühen. An besonders häufig bepinkelten Stellen oder an Möbelteilen, wo der Urin schon stark ins Holz eingedrungen ist und der Geruch auch dementsprechend schwer wegzukriegen ist, verwendet man am besten Alufolie zum Abdecken. Mit großflächigen Folienstücken abdecken und an den Rändern mit etwas Tixo leicht fixieren. Danach ebenso mit feliway-Spray besprühen, wie oben beschrieben. Nehmen Sie sich auf diese Art Zimmer für Zimmer vor und vergessen Sie auch nicht Stoffe, wie Vorhänge Couchdecken, Polstermöbel, etc. zu kontrollieren und zu waschen. Zusätzlich ist es sinnvoll feliway-Stecker zu verwenden (sehen aus und funktionieren wie Gelsenstecker). Das Substrat in den feliway Produkten entspricht dem Katzen-Gesichts-Pheromon. Pheromone sind hormonähnliche Stoffe, es sind Botenstoffe zur Informationsübertragung. Die Information, die dabei übertragen wird, soll auf Katzen beruhigend, besänftigend, stressreduzierend wirken, eine Art „Wohlfühlinformation“. Diese Information übertragen Katzen auch untereinander. Wie? Indem sie den Kopf, oder besser die Wange an Türstockkanten, Tischbeinen, Möbelecken, etc. reiben und auf diese Art positiv untereinander kommunizieren.

 

Verwenden Sie diese Produkte jedoch sehr sparsam! Nicht nur, weil sie ja nicht gerade billig sind, sondern weil durch eine üppige Verwendung ein für die Katzen zu intensiver Geruch entsteht (für uns Menschen jedoch nicht wahrnehmbar) der aufdringlich wirkt und daher kontraproduktiv ist! Ein feliway-Stecker reicht für ein bestimmtes Raumvolumen, bzw. Raumfläche. Es kann also sein, dass ein solcher Geruchsstecker nicht ausreichen wird. Die Stecker sind so zu plazieren, dass damit möglichst die gesamte Wohnfläche geruchsmäßig abgedeckt wird. Lesen Sie dazu den Beipacktext.

 

Zu diesen Produkten muss aber auch betont werden, dass sie keinerlei positive Wirkung zeigen werden, wenn nicht auch die Ursachen für das Pinkeln gefunden und beseitigt werden und Pinkelstellen nicht gründlich gereinigt werden!


Tierärzte bieten zum Thema Pinkelproblem auch medizinische Therapien an. Von Clomicalm ® bis Zylkene gibt es eine Reihe von Medikamenten und Psychopharmaka , die - wenn überhaupt - nur so lange wirksam sind, wie sie verabreicht werden. Bei längerfristiger Gabe müssen zudem Nebenwirkungen und organische Überbelastungen berücksichtigt werden, denn Medikamente sind schließlich meist Chemikalien, die von den abbauenden Organen auch wieder ausgeschieden werden müssen. Bedenken Sie auch, dass auch eine Medikamententherapie immer nur symptomatisch sein kann, sie kann nie die Ursache ausschalten!

 

Eine Medikamententherapie kann sich jedoch manchmal schon recht positiv auswirken –nämlich dann, wenn der Katzenhalter selber Beruhigungstabletten einnimmt!

 

Egal, wo nun die Ursache für ein Katzen-Pinkel-Problem liegt, es wird nicht schlagartig lösbar sein. Sie werden Geduld brauchen, rechnen Sie besser damit, dass es Wochen oder Monate dauern kann, bis alles wieder im Lot ist!


 

Ergänzend sei noch auf die Anwendung von Straf- und Gewaltmaßnahmen hingewiesen: Jede Art von Gewalt ist ein ABSOLUTES NO GO !! Die Katze kann den Sinn dieser Maßnahmen nicht mal in Zusammenhang bringen mit dem Urinieren und schon deshalb wäre das völlig sinnlos. Es erzeugt oder verstärkt nur die Angst und verstärkt damit auch das Problem. Es kann nie eine Lösung sein!

 

Es soll ja immer noch Menschen geben, die meinen, eine Katze oder einen Hund mit dem Gesicht in den eigenen Urin oder Kot zu drücken, sei die richtige Strafe. Das ist reine Tierquälerei!

Dazu genügt ein Hinweis auf § 5 des Tierschutzgesetzes – Verbot der Tierquälerei, sowie auf § 38 Abs.1 des Tierschutzgesetzes – Strafbestimmungen.